Wednesday, 28 May 2014

Des Schmieds Tochter/The Smith's Daughter #1

Salutations!
Wrote the first page of my novel-thingy. Names and the title are subject to change.
This is Fantasy, not Porn, just FYI.
 Apologies to the english-only audience - translation follows later.

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Es regnete.
Kein ernsthafter Regen der einen tatsächlich bis auf die Haut durchnässen konnte, schon gar kein Sturm bei dem die Tropfen eher waag- als senkrecht auf die Welt treffen. Ein ganz gewöhnlicher, sommerlicher Nieselregen ging über das kleine Dorf nieder, das sich an den Hang eines gewaltigen Berges schmiegte. Früher einmal war das Dorf eine große Siedlung mit vielen Dutzend Menschen gewesen, früher, als die Minen im „Salzberg“, an dessen Hang sie lebten, noch nicht als erschöpft galten. Jetzt, nachdem die Erträge der Minen immer weiter zurückgegangen waren und der Reichsalchemist das Vorhaben schließlich für unwirtschaftlich erklärt hatte, lebten hier nur mehr jene, die die ländliche Gemütlichkeit dem Rummel der Städte vorzogen. 30 Leute, die angesichts des Regens ihre Werkzeuge niedergelegt hatten um sich stattdessen unter Vorsprünge und Dächer zu setzen, falls sie nicht ohnehin dort arbeiteten.
Eben einer der letzteren, der Schmied des Dorfs, legte aufgrund des Regens seinen Hammer nieder, streckte seine Muskeln und rief seine Tochter – ihm stand der Sinn nach Taverne und einem kühlen Bier, aber irgendwer musste nunmal den Huf fertigschmieden, den er grade am Amboss liegen hatte. „Hilde!“ rief er, „mach' mir den Huf hier fertig!“ Ihm antwortete Stille. Er rief nochmals, lauter, doch die Antwort blieb die gleiche. Nur das leise Plätschern des Regens auf seinem Vordach und auf der alten, abgenutzten Pflasterstraße durch die Mitte des Dorfes gesellte sich zum Knacken der glühenden Kohle im Schmiedeofen. Der letzte verbliebene Schmied des Dorfes, der auf den Namen Manfred hörte, seufzte, legte den Huf zum „warmhalten“ in die Esse und ging hinaus in den Regen um seiner Tochter den Kopf geradezurücken. Während der Regen dem gut zwei Meter großen, muskulösen Mann die Glatze kühlte, legte er sich schonmal zurecht wie er sie diesmal zurechtstutzen würde. „Und jetzt aber auch wirklich“, grummelte er zu sich selbst, während er hinter die Schmiede ging und dem schmalen, mittlerweile leicht matschigen Pfad zwischen den Holzhäusern hindurch folgte.
Er kam zu dem alten Brunnen, umringt von Gebäuden, nur zugänglich durch zwei enge Pfade. Ein Relikt aus der Zeit vor dem Salzabbau, dank der raschen Expansion während der Minenarbeit einfach zwischen den Gebäuden eingeschlossen und größtenteils vergessen. Er aber wusste ganz genau wo der Brunnen war, genauso wie er wusste, dass seine Tochter hier am wahrscheinlichsten zu finden war. Und tatsächlich, wie er den kleinen, abgeschotteten Platz betrat, sah er sich gegenüber schon seine Tochter, die in regennassem Kleid mit dem Rücken zu ihm stand und kichernd mit dem Schreinersjungen Küsse austauschte. Sie bemerkte ihn nicht, wohl aber wurde er vom mit sommersprossen beladenen Peck bemerkt, der die Augen aufriss und die Flucht ergreifen wollte. Hilde lachte, sprang dem Jungen nach und riss ihn zu Boden, mit der Kraft die man sich nunmal aneignet wenn man in der Schmiede des Vaters öfter mal aushilft. Über ihm knieend grinste sie, als hätte sie einen Goldschatz erbeutet und wollte ihn weiter küssen - die großen, erschrockenen Augen ihres Altersgenossen stoppten sie aber. Irritiert zog sie die Augenbrauen hoch. „Bin ich jetzt plötzlich hässlich geworden oder was?“ fragte sie, teilweise amüsiert, teilweise besorgt. Anstatt zu antworten kroch der verschreckte Junge eilig unter ihr hervor und hastete, wie von der sprichwörtlichen Tarantel gestochen, vom Platz. Zurück blieb Hilde, die sich höchst verwirrt in den Matsch setzte, ohne sich großartig um ihr durchnässtes, weißes Kleid zu kümmern.
„Ahem.“ sagte eine wohlbekannte Stimme hinter ihr – sie drehte den Kopf, und ihre Verwirrung machte einem breiten Lächeln Platz. „Papa!“ rief sie, sprang auf und ihrem Vater um den Hals, lachend, sich mit einem Schlag voll bewusst was den Jungen zum laufen gebracht hatte. „Jetzt hör' mir mal zu, junges Fräulein!“ sagte er, sich um einen ernsten Ton bemühend, während er sie von seinem Hals nahm und ihre bloßen Füße zurück auf die nasse Erde stellte. „Ja, Ich weiß, ich werde mich noch erkälten, und der Umgang ist nicht gut für mich, und schade um das Kleid und überhaupt ist der Schreiner keine gute Partie, weiß ich doch alleeeeeees! ABER! Mama sagt immer das man die Jugend zum Erfahrungen sammeln nutzen soll, weil sie dafür da ist, sonst macht man später alles falsch. Nicht?“ Ihr treuherziges Lächeln zusammen mit dem für sie üblichen Schwall an Worten brachte seinen inneren Groll wie so oft zum schmelzen – gegen die Argumente seiner Frau konnte er ohnehin nichts sagen. „Wenn sie auch mal da wäre, deine Mutter, dann würde das alles nicht passieren!“ grummelte er stattdessen, während er seinen jugendlichen Wildfang vor sich her scheuchte, zurück zur Schmiede. „Sie kann nicht immer da sein, irgendwer muss halt auch das Geld im Haushalt verdienen!“ sagte Hilde grinsend zu der Hauswand vor ihr und fing dann an zu laufen, um der Empörung ihres Vaters zu entkommen.

Feedback is, as always, encouraged.
English translation will be up tonight, probably.

Ciao!

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