Wrote the first page of my novel-thingy. Names and the title are subject to change.
This is Fantasy, not Porn, just FYI.
Apologies to the english-only audience - translation follows later.
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Es regnete.
Kein ernsthafter Regen der einen
tatsächlich bis auf die Haut durchnässen konnte, schon gar kein
Sturm bei dem die Tropfen eher waag- als senkrecht auf die Welt
treffen. Ein ganz gewöhnlicher, sommerlicher Nieselregen ging über
das kleine Dorf nieder, das sich an den Hang eines gewaltigen Berges
schmiegte. Früher einmal war das Dorf eine große Siedlung mit
vielen Dutzend Menschen gewesen, früher, als die Minen im
„Salzberg“, an dessen Hang sie lebten, noch nicht als erschöpft
galten. Jetzt, nachdem die Erträge der Minen immer weiter
zurückgegangen waren und der Reichsalchemist das Vorhaben
schließlich für unwirtschaftlich erklärt hatte, lebten hier nur
mehr jene, die die ländliche Gemütlichkeit dem Rummel der Städte
vorzogen. 30 Leute, die angesichts des Regens ihre Werkzeuge
niedergelegt hatten um sich stattdessen unter Vorsprünge und Dächer
zu setzen, falls sie nicht ohnehin dort arbeiteten.
Eben einer der letzteren, der Schmied
des Dorfs, legte aufgrund des Regens seinen Hammer nieder, streckte
seine Muskeln und rief seine Tochter – ihm stand der Sinn nach
Taverne und einem kühlen Bier, aber irgendwer musste nunmal den Huf
fertigschmieden, den er grade am Amboss liegen hatte. „Hilde!“
rief er, „mach' mir den Huf hier fertig!“ Ihm antwortete Stille.
Er rief nochmals, lauter, doch die Antwort blieb die gleiche. Nur das
leise Plätschern des Regens auf seinem Vordach und auf der alten,
abgenutzten Pflasterstraße durch die Mitte des Dorfes gesellte sich
zum Knacken der glühenden Kohle im Schmiedeofen. Der letzte
verbliebene Schmied des Dorfes, der auf den Namen Manfred hörte,
seufzte, legte den Huf zum „warmhalten“ in die Esse und ging
hinaus in den Regen um seiner Tochter den Kopf geradezurücken.
Während der Regen dem gut zwei Meter großen, muskulösen Mann die
Glatze kühlte, legte er sich schonmal zurecht wie er sie diesmal
zurechtstutzen würde. „Und jetzt aber auch wirklich“, grummelte
er zu sich selbst, während er hinter die Schmiede ging und dem
schmalen, mittlerweile leicht matschigen Pfad zwischen den
Holzhäusern hindurch folgte.
Er kam zu dem alten Brunnen, umringt
von Gebäuden, nur zugänglich durch zwei enge Pfade. Ein Relikt aus
der Zeit vor dem Salzabbau, dank der raschen Expansion während der
Minenarbeit einfach zwischen den Gebäuden eingeschlossen und
größtenteils vergessen. Er aber wusste ganz genau wo der Brunnen
war, genauso wie er wusste, dass seine Tochter hier am
wahrscheinlichsten zu finden war. Und tatsächlich, wie er den
kleinen, abgeschotteten Platz betrat, sah er sich gegenüber schon
seine Tochter, die in regennassem Kleid mit dem Rücken zu ihm stand
und kichernd mit dem Schreinersjungen Küsse austauschte. Sie
bemerkte ihn nicht, wohl aber wurde er vom mit sommersprossen
beladenen Peck bemerkt, der die Augen aufriss und die Flucht
ergreifen wollte. Hilde lachte, sprang dem Jungen nach und riss ihn
zu Boden, mit der Kraft die man sich nunmal aneignet wenn man in der
Schmiede des Vaters öfter mal aushilft. Über ihm knieend grinste
sie, als hätte sie einen Goldschatz erbeutet und wollte ihn weiter
küssen - die großen, erschrockenen Augen ihres Altersgenossen
stoppten sie aber. Irritiert zog sie die Augenbrauen hoch.
„Bin ich jetzt plötzlich hässlich geworden oder was?“ fragte
sie, teilweise amüsiert, teilweise besorgt. Anstatt zu antworten
kroch der verschreckte Junge eilig unter ihr hervor und hastete, wie
von der sprichwörtlichen Tarantel gestochen, vom Platz. Zurück
blieb Hilde, die sich höchst verwirrt in den Matsch setzte, ohne
sich großartig um ihr durchnässtes, weißes Kleid zu kümmern.
„Ahem.“ sagte eine wohlbekannte
Stimme hinter ihr – sie drehte den Kopf, und ihre Verwirrung machte
einem breiten Lächeln Platz. „Papa!“ rief sie, sprang auf und
ihrem Vater um den Hals, lachend, sich mit einem Schlag voll bewusst
was den Jungen zum laufen gebracht hatte. „Jetzt hör' mir mal zu,
junges Fräulein!“ sagte er, sich um einen ernsten Ton bemühend,
während er sie von seinem Hals nahm und ihre bloßen Füße zurück
auf die nasse Erde stellte. „Ja, Ich weiß, ich werde mich noch
erkälten, und der Umgang ist nicht gut für mich, und schade um das
Kleid und überhaupt ist der Schreiner keine gute Partie, weiß ich
doch alleeeeeees! ABER! Mama sagt immer das man die Jugend zum
Erfahrungen sammeln nutzen soll, weil sie dafür da ist, sonst macht
man später alles falsch. Nicht?“ Ihr treuherziges Lächeln
zusammen mit dem für sie üblichen Schwall an Worten brachte seinen
inneren Groll wie so oft zum schmelzen – gegen die Argumente seiner
Frau konnte er ohnehin nichts sagen. „Wenn sie auch mal da wäre,
deine Mutter, dann würde das alles nicht passieren!“ grummelte er
stattdessen, während er seinen jugendlichen Wildfang vor sich her
scheuchte, zurück zur Schmiede. „Sie kann nicht immer da sein,
irgendwer muss halt auch das Geld im Haushalt verdienen!“ sagte
Hilde grinsend zu der Hauswand vor ihr und fing dann an zu laufen, um
der Empörung ihres Vaters zu entkommen.
Feedback is, as always, encouraged.
English translation will be up tonight, probably.
Ciao!
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